Der Klimawandel und andere menschengemachte Einflüsse bedrohen die Ökosysteme der Alpen. Besonders betroffen sind Schutzgebiete, die eine Schlüsselrolle für den Erhalt der Biodiversität spielen. ALPARC CENTR’ALPS e.V. setzt sich als Netzwerk im deutschsprachigen Alpenraum dafür ein, Schutzgebiete zu vernetzen, ihre Managementeffizienz zu verbessern und nachhaltige Lösungen zu fördern.
Das Projekt „Ein starkes Netzwerk alpiner Schutzgebiete - Zusammenarbeit und Austausch von Praktikern für mehr Naturschutz und nachhaltige Lebensqualität im zentralen Alpenraum“ verfolgt das übergeordnete Ziel, alpine Ökosysteme zu erhalten und den Biodiversitätsverlust einzudämmen. Dabei sollen Schutzgebiete in ihrer Arbeit gestärkt, ihre Zusammenarbeit intensiviert und ökologische Konnektivität verbessert werden. Durch Erfahrungsaustausch und gemeinsame Aktivitäten können Schutzmaßnahmen effizienter gestaltet und neue Erkenntnisse in die Praxis überführt werden.
Sechs thematische Schwerpunkte stehen im Fokus:
1. Schutzgebietsmanagement & Biodiversitätsschutz – Entwicklung und Umsetzung konkreter Maßnahmen sowie ein koordiniertes Biodiversitäts- und Habitatmonitoring zwischen alpinen Schutzgebieten.
2. Angebote für Besucher & Outdoorsportler – Besucherlenkung, nachhaltige Tourismuskonzepte und barrierefreie Zugänge.
3. Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft – Alm- und Weidemanagement im Kontext des Klimawandels und Biodiversitätsverlusts.
4. Umweltbildung & Öffentlichkeitsarbeit – Gemeinsame Bildungsmaßnahmen, Veranstaltungen und Sensibilisierungskampagnen.
5. Digitale Werkzeuge für das Parkmanagement – Entwicklung und Nutzung neuer Technologien zur Unterstützung der Schutzgebietsarbeit.
6. Berufsbild Ranger & Weiterbildung – Förderung von Ausbildung, Kompetenzentwicklung und gemeinsamen alpinen Aktionen.
Das Projekt basiert auf einem Netzwerk-Ansatz, bei dem Schutzgebiete unterschiedlicher Kategorien sowie weitere relevante Akteure eng zusammenarbeiten. Um den Wissenstransfer zu optimieren, werden kompakte Infodokumente und praxisorientierte Leitfäden erstellt, die zentrale Erkenntnisse bündeln und praxisnah zur Verfügung gestellt werden. Ergänzend dazu finden Workshops, Exkursionen und Netzwerktreffen statt.
Der grenzüberschreitende und integrative Ansatz des Projekts verbindet Schutzgebietskategorien, Länder und Akteure in einer biogeographisch einheitlichen Region. Durch die enge Zusammenarbeit mit ALPARC werden alpenweite Strategien eingebunden, während ALPARC CENTR’ALPS als regionale Plattform praxisnahe Umsetzungen unterstützt. So entstehen neue Ideen, innovative Lösungen werden erprobt und Erkenntnisse effizient verbreitet.
Laufzeit: 2024-2026
Kosten: 120.350 Euro
Förderung: 100.350 Euro, gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (DE)
Kontakt: centralps@alparc.org