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Bayern plant neue Brücken für Luchs & Co

Date :
05/09/2008
Schlüsselwörter :
Deutschland   Artenvielfalt   Ökologische Netzwerke

Das deutsche Bundesland Bayern will seine Biotope noch besser vernetzen und hat zu diesem Zweck eine landesweite Grünbrücken-Analyse erstellt. Strassen-Querungshilfen sollen die Lebensräume von wandernden und insbesondere bedrohten Tierarten wie Luchs oder Wildkatze besser verbinden.

Die möglichen Wanderwege der Wildtiere wurden am Beispiel Luchs und Hirsch mit Hilfe eines Computermodells auf Basis von Satellitendaten berechnet. Danach sollten 65 zusätzliche Grünbrücken ausreichen, das bestehende Netz aus Biotopen optimal zu verbinden. Außerdem müssen bestehende Brücken mit Blendschutz und Deckung ausgestattet werden. Bei der Analyse wurden über 2'000 Kilometer Strassen und fast 3'000 Bauwerke unter die Lupe genommen.

Die bessere Vernetzung soll einerseits dem genetischen Austausch zunehmend isolierter Populationen dienen, andererseits trägt sie der Tatsache Rechnung, dass der Klimawandel vermehrt Lebensräume verschiebt. Viele Wildtiere, die sich an die geänderten Umweltbedingungen nicht anpassen können, brauchen Wanderwege, um geeignete neue Lebensräume zu finden.

Quelle:

Ch – Wildinfo Nr. 4 /2008 (http://www.wild.uzh.ch/)

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

(www.stmugv.bayern.de )

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