Pilotregionen

Regionaler Naturpark Pfyn-Finges, Schweiz

Regionaler Naturpark Pfyn-Finges, Schweiz

Der regionale Naturpark Pfyn-Finges liegt im Kanton Wallis in der Schweiz und vereint eine Vielfalt von Landschaften und kulturellen Besonderheiten, von Gletschern bis hin zu Weinbau und Feuchtgebieten im Tal. Er liegt er auf der Sprachgrenze zwischen französischsprachigem Unterwallis und deutschsprachigem Oberwallis. Der Pfynwald, als einer der größten zusammenhängenden Föhrenwälder mit wertvollen Auenschutzgebieten, bildet das Kernstück des Naturparks.

12 Gemeinden bilden die 280 km2 große Region, von der 17 km2 Schutzgebiet sind, welche mit 30.000 Einwohnern einen peri-urbanen Raum zwischen Agglomeration darstellt. Ländliche  und touristische Berggemeinden (insbes. Tourismuszentrum Leukerbad) ergänzen das Bild. Wichtigste Ziele der Regionalentwicklung in der Naturparkregion sind die qualitativ hochwertige Nutzung und der Erhalt der lokalen Ressourcen, Werte und Traditionen. Partizipative Besucherlenkung, Vernetzung der verschiedenen Akteure, Entwicklung naturnaher Tourismusangebote und der Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten sind Teile der Strategie. Der Naturpark stellt dabei das Bindeglied zwischen den regionalen Akteuren, der Bevölkerung und Ober- und Unterwallis dar.

Naturpark Tiroler Lech, Österreich

Naturpark Tiroler Lech, Österreich

Der seit 2006 existierende Naturpark Tiroler Lech im Nordwesten Tirols stellt mit der alpinen Wildflusslandschaft des Lechs eine der urtümlichsten und schönsten Landschaftsräume der Alpen dar. Auch Teile der an das Tal angrenzenden Bergmischwälder sind Teil des Naturparks. Wacholderbäume, Bestände der „Deutschen Tamariske“, Kreuzkröten, Zwergrohrkolben oder Flussuferläufer zeugen von der ökologischen Vielfalt des Gebiets.

Die Naturparkregion Tiroler Lech umfasst ca. 860 km2 wovon ca. 40 km2 unter Schutz gestellt sind, in den 24 Gemeinden leben rund 22.000 Einwohner. Im Gegensatz zu konventionellem Skitourismus setzt diese Region bewusst auf einen sanften, naturnahen Tourismus und steuert so in Richtung nachhaltiger Entwicklung. Auf der Grundlage der besonderen naturräumlichen Qualitäten soll die Region mithilfe regionalwirtschaftlicher Programme zu einer Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften und naturnahen Qualitätstourismus werden. Der beliebte Wanderweg Lechweg verbindet als Leuchtturmprojekt die verschiedenen Regionen und deren Akteure und bildet das Herzstück der Tourismusstrategie. In den letzten Jahren wurden weitere Rundwege und Varianten sowie ein Radweg geschaffen um das touristische Angebot auszubauen. Außerdem wurde eine Palette regionaler Produkte mit der Marke „Lechweg“ entwickelt. So konnte in der Region eine erhöhte Wertschöpfung im Sommertourismus, in der Landwirtschaft und in der Gastronomie erreicht werden.

 

Weiterführende Informationen

InnovAlps: Erster Erfahrungsaustausch in Tirol

Video: Ausschnitt Wanderlust ARTE „der Lechweg“

Offizielle Homepage Lechweg

Offizielle Homepage Naturpark Tiroler Lech

Offizielle Homepage Regionalentwicklung Außerfern

 

 

Regionaler Naturpark Baronnies Provençales, Frankreich

Regionaler Naturpark Baronnies Provençales, Frankreich

Der Naturpark Baronnies Provencales verbindet Alpen und Provence in den südfranzösischen Voralpen. Sein Gebiet erstreckt sich über 1.500 km² aufgeteilt auf die Regionen Rhône-Alpes-Auvergne und Provence-Alpes-Côte d'Azur. Durch das Zusammenkommen mediterraner und alpiner klimatischer und kultureller Einflüsse ist hier im Massiv der Baronnies eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft entstanden. Neben der vielfältigen Biodiversität (das Massiv beherbergt alle vier europäischen Geierarten) sind die von der traditionellen Landwirtschaft (z.B. Oliven, Lavendel) geprägte Landschaft und die historischen Bauten und Ortskerne die prägenden Merkmale des Naturparks.

Der Naturpark vereint 86 rurale, stark landwirtschaftlich geprägte Gemeinden, die insgesamt ca. 31.000 Einwohner haben. Wichtigste Ziele der in der Charta des Naturparks formulierten Strategie sind der Erhalt und die Inwertsetzung der natürlichen und kulturellen Potentiale, die Entwicklung einer auf der Identität basierenden Regionalwirtschaft und eine ausgewogene Nutzung des Raums. Erhalt der historischen Bauten und Kulturlandschaften, Wertschöpfung durch regionale Produkte, Naturschutz und sanfter Tourismus sind wichtige regionale Handlungsfelder. Ein Schwerpunkt der realisierten Projekte liegt auf der Verbindung zwischen Versorgern und Verbrauchern zur Schaffung regionaler Wertschöpfungsketten und zur Unterstützung der Landwirtschaft, die für diese Region so wichtig ist.

Offizielle Homepage Naturpark Baronnies Provençales