ALPARC und die Alpenkonvention

Die Alpenkonvention ist ein internationales Übereinkommen zum Schutz des Naturraums und zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in den Alpen, das 1991 unterzeichnet wurde. Die Konvention legt ebenfalls großes Augenmerk auf die Sicherung der wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der einheimischen Bevölkerung in den Unterzeichnerstaaten.

Die Alpenkonvention wurde von den acht alpinen Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien, den Herzogtümern Liechtenstein und Monaco, Österreich, der Schweiz, Slowenien) und der Europäischen Union ratifiziert.

Das Netzwerk ALPARC, ein Beitrag zur Alpenkonvention

Die Aktivitäten ALPARCs entsprechen dem Rahmen der Alpenkonvention und ihren Artikeln.

ALPARC kooperiert in allen die Schutzgebiete betreffenden Bereichen direkt mit dem Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention . Seine grundlegende Aufgabe bezieht sich auf den Artikel 12 des Protokolls "Naturschutz und Landschaftspflege" der Alpenkonvention.

Artikel 12:

"Die Vertragsparteien treffen die geeigneten Maßnahmen, um einen nationalen und grenzüberschreitenden Verbund ausgewiesener Schutzgebiete, Biotope und anderer geschützter oder schützenswerter Objekte zu schaffen.Sie verpflichten sich, die Ziele und Maßnahmen für grenzüberschreitende Schutzgebiete aufeinander abzustimmen."

 

Dieses Protokoll hat zum Ziel, im gesamten Alpenmassiv den Schutz von außergewöhnlichen Arten, Biotopen und Landschaften zu gewährleisten und zu verstärken. Deswegen erweist sich eine Harmonisierung der Schutzmaßnahmen im gesamten Alpenbogen als sinnvoll.

ALPARC ist auch in den Bereichen der nachhaltigen Entwicklung in den Regionen von Schutzgebieten, Information und Umweltbildung aktiv.

Die Organe der Alpenkonvention:

Die Alpenkonferenz ist das beschlussfassende Organ der Alpenkonvention, dem die Minister der Alpenstaaten angehören. Die Tagungen der Alpenkonferenz finden in der Regel alle zwei Jahre in dem Mitgliedstaat statt, der den Vorsitz der Konvention führt (der Vorsitz wechselt alle zwei Jahre).

Der Ständige Ausschuss ist das ausführende Organ der Alpenkonferenz; er setzt sich aus den Delegierten der Vertragsparteien zusammen. Der Ständige Ausschuss überwacht die Umsetzung der Leitgedanken, Grundsätze und Ziele der Konvention. Er tagt in der Regel zwei Mal im Jahr.

Das Ständige Sekretariat wurde 2003 mit Sitz in Innsbruck/Österreich und einer Außenstelle in Bozen/Italien unterstützt die Arbeit der Organe der Alpenkonvention und ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

ALPARC, das Netzwerk alpiner Schutzgebiete hat eine beratende Stimme als Beobachter der Alpenkonvention.

Es ist gegründet worden als kontreter Beitrag zur Umsetzung der Alpenkonvention, deshalb haben 

am 28. Februar 2013 das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention und ALPARC ein Memorandum of cooperation als Basis einer dauerhaften Zusammenarbeit der beiden Organisationen und zur Ermöglichung maximaler Synergien unterzeichnet.

 

Präsidentschaft der Alpenkonvention 2015-2016:Deutschland 

Seit Juli 2013 ist Herr Markus Reiterer Generalsekretär der Alpenkonvention.

Frau Marianna Elmi ist Vize-Generalsekretär seit Okctober 2015.

Sie können weitere Informationen auf der Website der Alpenkonvention finden: www.alpconv.org