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Gipfeltreffen internationaler Schutzgebietsforscher in Kaprun

Date :
22/09/2009
Schlüsselwörter :
Österreich   Europa   Verwaltung   Forschung

Vom 17. – 19. September 2009 haben mehr als 170 Fachleute, Praktiker und Studenten aus 12 Nationen am „4. Symposium zur Forschung in, für und über Schutzgebiete“ des Nationalparks Hohe Tauern auf der Burg Kaprun, Salzburg / Österreich, teilgenommen. 40 Wissenschaftler gestalteten das diesjährige Vortragsprogramm. 59 Fachposter gaben einen guten Überblick zu aktuellen Forschungsprojekten und Konzepten. Vier Fachexkursionen rundeten das Angebot ab.

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Alpinen Schutzgebiete (ALPARC) sowie dem Internationalen Wissenschaftlichen Komitee zur Alpenforschung (ISCAR) wurden im Rahmen von sieben Sessionen die Themen Biodiversität, (Klima-)Wandel, ökologischer Verbund, Wildtier-Management, Besucher-Management und Partizipation sowie erstmals die Kulturgeschichte alpiner Großschutzgebiete im Vergleich behandelt (Programm).

Das 4. Kapruner Symposium hat gezeigt, dass sich sowohl die Schutzgebiete als auch die dazugehörige Forschung neuen Herausforderungen stellen werden müssen. Die Schutzgebiete müssen vermehrt dafür Sorge tragen, dass Langzeitforschung über Dekaden auf dauerhaft ausgewiesenen Forschungsflächen möglich ist. Die Forschung hingegen muss sich verstärkt darum bemühen, einen regionalen Bezug herzustellen, vergleichende Studien durchzuführen und Metaanalysen zum jeweiligen Erkenntnisstand zu erarbeiten, die vor allem die Praxisrelevanz von den unzähligen Daten und Ergebnissen aus den Schutzgebieten wieder für die Schutzgebiete konkretisieren.

Damit dieser notwendige Know-how-Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis gelingen kann, ist ein regelmäßiger Austausch über die Grenzen von Fachgebieten, Nationen und Berufsgruppen hinweg unabdingbar. ALPARC hat daher zusammen mit ISCAR in den letzten Jahren eine "Forschungsplattform der Schutzgebiete" (ISCAR-P) aufgebaut, um die Internationalität und Interdisziplinarität der Schutzgebietsforschung im Alpenraum zu fördern.

Die vom Nationalpark Hohe Tauern bereits zum vierten Mal organisierten Kapruner Symposien sind eines der drei Instrumente dieser neuen Initiative, die diese notwendige Zusammenarbeit der Forschenden in Bezug zu Schutzgebieten aktiv und erfolgreich im Alpenraum unterstützen.

Konsultieren Sie den deutschen Originaltext in der ungekürzten Fassung hier.

Die wissenschaftlichen Artikel und Präsentationen zu allen Beiträgen werden in Englisch bis Ende des Jahres 2009 unter www.hohetauern.at/symposium2009 verfügbar sein.

 

v.l.: Dr. Guido Plassmann, ALPARC, DI Wolfgang Urban, gastgebender Direktor Nationalpark Hohe Tauern, Dr. Michael Vogel, Präsident ALPARC, Dr. Leopold Füreder, Universität Innsbruck und Mag. Peter Rupitsch, gastgebender Direktor Nationalpark Hohe Tauern anlässlich des 4. Symposiums zur Forschung in Schutzgebieten auf der Burg Kaprun, Salzburg / Österreich

Preisverleihung beim Poster Award,
v.l.: Mag. Kristina Bauch, Organisatorin mit Preisträger Dr. Christian Komposch, Leiter des ökologischen Büros ÖKOTEAM Graz

 
Autorin: Kristina Bauch, Wissenschaft und Forschungskoordination - Nationalpark Hohe Tauern Salzburg

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